Buchmacher setzen auf deutsche Frauen bei der Fußball EM 2013

In wenigen Tagen ist es so weit: am Mittwoch beginnt in Schweden die elfte Fußball-EM für Damen, an der insgesamt 12 Teams teilnehmen. Bei den bisherigen zehn Europameisterschaften konnte sich die deutsche Mannschaft sieben Mal die Trophäe sichern. Rekord! Und die Deutschen sind es auch, die nicht nur ihren Titel aus dem Jahr 2009 verteidigen können, sondern die mit einem erneuten Titelgewinn die sechste Europameisterschaft in Folge einfahren würden.

Doch die Erfolgsgeschichte der Frauen um Bundestrainerin Silvia Neid erfuhr im Jahr 2011 bei der heimischen Weltmeisterschaft einen empfindlichen Dämpfer, als man gegen den späteren Weltmeister Japan im Viertelfinale enttäuschend ausschied. Werden die deutschen Frauen den Titel erneut gewinnen? Vieles spricht dafür, denn nach wie vor zählen Spielerinnen wie Simone Laudehr, Fatmire Bajramaj oder Annika Krahn zur absoluten Weltspitze.

Deutsche Frauen Top Favorit bei der EM 2013

So sehen es auch die Buchmacher, die einen Triumph der deutschen Damen gerade einmal mit dem doppelten Einsatz belohnen (Quote aus dem Fußball Angebot von Interwetten, siehe hier). Dahinter folgt das bärenstarke Team aus Frankreich, das bei der WM 2011 erst im Halbfinale durch die Amerikanerinnen ausgeschaltet wurde, mit einer vierfachen Quote für den Titelgewinn. Und natürlich räumt man auch den Gastgebern, den Schwedinnen, große Titelchancen ein. Wettbegeisterte erhalten den fünf- bis sechsfachen Einsatz zurück, wenn dem WM-Dritten des Jahres 2011 der Triumph im eigenen Land gelänge. Spielerinnen wie Lotta Schelin im Angriff oder Nilla Fischer in der Abwehr gehören zu den Stützen des Drei-Kronen-Teams um die Trainerin Pia Sundhage, das immer für eine Überraschung gut ist. Doch die Leistungen der einzelnen Teams liegen eng beieinander und so wäre auch eine faustdicke Überraschung durchaus möglich.

Kann die deutsche Mannschaft den Ausfall so wichtiger Spielerinnen wie Babett Peter, Kim Kulig, Linda Bresonik oder Alexandra Popp verkraften? Und werden Spielerinnen wie Fatmire Bajramai oder Celina Okoyino da Mbabi Verantwortung übernehmen und das Team gemeinsam mit erfahrenen Spielerinnen wie Nadine Angerer oder Annika Krahn zum Titelgewinn führen? Die Bundestrainerin Silvia Neid ist zuversichtlich, den Titel zu verteidigen, und setzt auf die Mischung aus Jugend und Erfahrung. Wird diese Strategie reichen, um starke Norweger schon in der Vorrunde zu schlagen und gegen die Französinnen oder die Engländerinnen in den KO-Runden zu bestehen?

Französinnen gelten als härtester Konkurrent der DFB-Elf

Seit 2005 führt Silvia Neid die Frauen-Nationalmannschaft und die bisherigen Erfolge sprechen eine eindeutige Sprache. Zudem konnte im Endspiel der Champions League der VfL Wolfsburg mit etwas Glück den scheinbar übermächtigen Damen aus Lyon Paroli bieten und das Spiel knapp gewinnen. Doch bei diesem Titelgewinn war eben auch sehr viel Glück im Spiel. Die Französinnen gelten deshalb auch als größter Konkurrent der deutschen Damen und so erhält man gerade einmal den vierfachen Einsatz bei einem Gewinn der Europameisterschaft durch Frankreich zurück.

Aber werden dabei Mannschaften wie Italien, Norwegen, England oder die Niederlande nicht zu niedrig eingestuft? Bei einem Titelgewinn des finnischen Teams etwa erhält man das 50-fache des Wetteinsatzes zurück. Dabei qualifizierte sich die finnische Mannschaft als Tabellenerster und ließ renommierte Teams wie die Ukraine oder Weißrussland hinter sich. Und vielleicht gelingt auch hier, ähnlich wie bei der EM der Herren im Jahr 2004, einem Außenseiter wie damals Griechenland der ganz große Wurf.

Weltmeisterschaft 2011 als warnendes Beispiel für den Favoriten

Wenn alles nach Plan läuft, dann wird Deutschland nicht nur die Vorrunde dominieren, sondern auch in den nächsten Runden ohne Probleme siegen und im Finale den sechsten Triumph in Folge komplett machen. Aber schon bei der heimischen Weltmeisterschaft sagte man den Damen um Trainerin Silvia Neid einen ähnlichen Erfolg voraus, denn die Leistungen zuvor waren überragend und mit dem Heimvorteil im Rücken war eigentlich nur die Höhe des Endspielsieges eine Frage. Doch bekanntlich kam es anders, die quirligen Japanerinnen kämpften das deutsche Team im Viertelfinale nieder und siegten schließlich im Endspiel gegen die USA.

Wird es auch dieses Mal eine Überraschung geben und vermeintliche Favoritinnen wie Deutschland oder Frankreich werden das Endspiel nicht erreichen? Möglich ist dies zwar, doch so richtig daran glauben, das mag keiner. Schließlich gab Frankreich in der Qualifikation nicht einen einzigen Punkt ab und sicherte sich mit acht Siegen die Tabellenspitze. Und die deutschen Spielerinnen sicherten sich ebenso überragend den ersten Platz und ließen lediglich beim Tabellenzweiten Spanien einen Punkt liegen. Wettbegeisterte Fußballanhänger, die dem Trend folgen, werden auf die großen Teams aus Deutschland, Frankreich, Schweden oder Norwegen setzen. Aber vielleicht gehört hier den Mutigen die Welt, die auf die Außenseiter Finnland, Russland oder Island setzen. Hier winkt der bis zu 100-fache Einsatz, wenn man gegen den Trend wettet.

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